Die Zeit rinnt durch unsere Finger

Die Zeit rennt, wer stehen bleibt verliert. Unser ganzes Leben rennen wir nur, umso schneller umso besser. Das Streben nach mehr kontrolliert unseren Alltag, alles andere verliert an Bedeutung. Freunde fragen nach gemeinsamer Zeit, doch wir vertrösten sie nur auf morgen, dann auf übermorgen und irgendwann können Sie mit unserem Lebensstil nicht mehr mithalten und wollen es auch nicht. Doch wir verschwenden keinen Sekunde um zurückzublicken sondern hasten weiter. Die Tage streichen an uns vorbei wie im Zeitraffer, bis wir merken, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist. Unbekümmert eilen wir in das nächste Jahr und machen uns keine Gedanken über gute Jahresvorsätze, da man doch sowieso nie ganz das Ziel erreichen kann. Mit jedem Moment in dem wir rennen entfernt sich auch das Ziel von uns. Trotzdem versuchen wir verzweifelt perfekt zu sein. So geht das Tag um Tag, Jahr um Jahr. 


Irgendwann ist dann der Tag X da und wir sind alt und grau. Auf einmal wird uns bewusst, dass wir allein sind und nach den vielen Jahren des Arbeitens, das Ziel doch nie erreicht haben. Nun ist nichts mehr da nach was man streben könnte. Unser Leben verliert seinen Sinn. 

Wir schauen in den Spiegel und erkennen uns selbst nicht wieder. Wo ist das Kind geblieben, das sich geschworen hatte für immer jung zu bleiben und jeden Augenblick im Leben zu genießen. Nichts ist davon übrig geblieben. Eine leere Hülle unserer Selbst ist das Einzige, was uns im Spiegel entgegenblickt. 
Wir realisieren, dass wir Jahre lang für nichts gelebt haben. Wir haben alles Geld der Welt und sind doch ärmer als die Meisten. 
Geld kann uns nicht umarmen, uns küssen und ist nicht da für uns wenn es uns schlecht geht. 

Es gibt wichtigeres als das Streben nach Geld und Ruhm. Wir sollten uns öfter Zeit für die kleinen Dinge im Leben nehmen, um die großen Wunder wieder wertschätzen zu können.

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